Vortrag zur Patientenverfügung am 29. September

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Am Donnerstag, 29. September 2016 um 17.00 Uhr informieren Dr. Thomas Günnewig (Chefarzt für Geriatrie/Neurologie am Elisabeth-Krankenhaus) und Gisbert Bultmann (Rechtsanwalt und Notar) in der VHS Recklinghausen, Willy-Brandt-Haus, Herzogswall 17, in einem  Vortrag mit anschließender Diskussion über die Patientenverfügung.

 

In einer Patientenverfügung legen Menschen für sich fest, welche medizinischen Maßnahmen im Notfall oder am Lebensende für sie ergriffen werden sollen. Um die rechtliche Verbindlichkeit von Patientenverfügungen gab es über Jahre eine heftige Kontroverse. Lange war umstritten, unter welchen Umständen Ärzte oder Betreuer an einen vorab formulierten Patientenwillen gebunden sind. Inzwischen hat der Gesetzgeber bestätigt: Der Patientenwille hat Vorrang. Es bedarf keiner ärztlichen Beratung und keiner Mitwirkung eines Notars. Die schriftlich verfasste Patientenverfügung ist für Ärzte verpflichtend und kann von Betreuungspersonen durchgesetzt werden, Gerichte sollen nur im Streitfall eingeschaltet werden.

 

Broschüren_Patientenverfügung

 

Der Vortrag findet in diesem Jahr erneut mit dem bewährten Referenten-Team statt: Dr. Thomas Günnewig, Chefarzt der Abteilung für Geriatrie/ Neurologie am Elisabeth-Krankenhaus in Recklinghausen-Süd übernimmt den medizinischen Teil des Vortrages, Gisbert Bultmann informiert als Notar und Fachanwalt für Familien- und Erbrecht über die juristischen Fragen. Die Referenten erläutern auch, wie eine Patientenverfügung verfasst sein muss und diskutieren gemeinsam mit den Teilnehmenden offene Fragen. Auch auf zuletzt aufgetretenen Irritationen, die die Berichte über angeblich neue Anforderungen der Gerichte an die Bestimmtheit von Patientenverfügungen ausgelöst hatten, werden die Referenten eingehen.

 

Das Entgelt beträgt 5,- Euro, Karten sind bereits im Vorverkauf bei der VHS Recklinghausen  erhältlich.

 

 Weitere Informationen unter Telefon (02361) 50-2000.