Waldwanderung: Kleine regionale Pilzkunde

Kursnr.
21B-3412
Beginn
Sa., 30.10.2021,
14:00 - 17:00 Uhr
Dauer
4 UE
Gebühr
15,00 €
Fliegenpilze erkennt wohl so ziemlich jeder. Bei Pfifferlingen und Steinpilzen wird es für viele schon schwieriger. Sämtliche ca. 6 – 8000 bei uns vorkommenden Großpilzarten zu erkennen, überfordert aber selbst die besten Spezialisten. Sich einen grundlegenden Überblick über das Faszinosum Pilz zu verschaffen, ist aber nicht nur interessant und spannend, sondern kommt über den Aufenthalt im Freien und die Bewegung auch der Gesundheit und der Psyche zugute!
Nicht jeder Pilz hat dabei Hut und Stiel; Pilze gibt es in allen möglichen Formen, Farben und Ausprägungen – holzig, glibberig, schwammig, häutig, sternförmig, bunt, krustig, riesig, winzig, stäubend, duftend, stinkend .... Etliche sind tödlich giftig, aber viele sind v.a. auch äußerst delikat. Kurz: sie sprechen alle Sinne an
Dabei übersteigt die Bedeutung der Pilze bei weitem die Frage nach kulinarischen Aspekten: als Zersetzer, welche organisch gebundene Nährstoffe wieder verfügbar machen, spielen sie im Naturhaushalt die unverzichtbare Rolle der Recycler; ohne sie gäbe es keine Stoffkreisläufe. Als Symbiosepartner der Bäume versorgen sie diese mit Nährelementen und ermöglichen z.B. Orchideen erst die Keimung. Und als Parasiten schädigen sie tierische wie pflanzliche Lebewesen.
Ihre Namen, z.B. Natternstieliger Schneckling, Gallertfleischiger Fältling, Zugespitzter Brennnessel-Kugelpilz, Zerfließende Gallertträne, Kokos-Milchling, Striegeliger Schichtpilz, Geweihförmige Holzkeule, Tintenfischpilz, Blutmilchpilz oder Wetterstern sind dabei genauso geheimnisvoll wie beredt.
Neben zahlreichen Anekdoten aus dem Reich der Pilze soll die Pilzwanderung v.a. einen Überblick über die Artenvielfalt geben, die ebenso interessante Biologie wie Ökologie der Pilze beleuchten, nicht zuletzt aber auch Tipps für die kulinarische Verwendung geben und auf die möglichen Gefahren beim Pilzesammeln hinweisen. Wer Pilze sammeln möchte, bringe bitte ein Tragekörbchen mit, keinesfalls jedoch Plastiktüten!
Geleitet wird die Exkursion von Bernhard Demel, Dipl.-Umweltwissenschaftler und anerkannter Pilzsachverständiger der Deutschen Gesellschaft für Mykologie.

Der Natur- und Umweltpädagoge Bernhard Demel ist Diplom-Umweltwissenschaftler und studierte Ökologie an der Universität-GH Essen. Schon seit früher Kindheit interessiert er sich für das Faszinosum Pilz und ging mit seinen Eltern Speisepilze sammeln. Er ist geprüfter Pilzsachverständiger der Deutschen Gesellschaft für Mykologie und hält pilzkundliche Vorträge und Exkursionen ab, aber auch botanische und naturkundliche Wanderungen. Besonders interessieren ihn die Artenvielfalt und Systematik der Großpilze, aber auch phytoparasitische Kleinpilze sind sein Steckenpferd.

Zu diesem Kurs sind keine Orte verfügbar.

Kurstermine

Anzahl: 1
Datum

30.10.2021

Uhrzeit

14:00 - 17:00 Uhr

Ort

Treffpunkt: Haus Haard