Beginn
Di., 15.09.2026,
11:00 - 12:30 Uhr
In der Betrachtung der niederländischen Malerei des 17. Jahrhunderts ragt Rembrandt wie ein Gigant hervor. Obwohl in seiner Epoche die Niederlande eine wirtschaftliche und künstlerische Blüte erlebten und viele gute und spezialisierte Maler eine zahlungskräftige bürgerliche Kundschaft bedienten, gilt er als ein einmaliges Genie. Seine Bilder heben sich sowohl in ihrer Erzählintension als auch ihrer malerischen Raffinesse weit vom Durchschnitt der Massenware des florierenden Kunstmarkts ab. Trotzdem erlebte Rembrandt noch zu Lebzeiten den Niedergang vom gefeierten Künstler zum verarmten und einsamen Vergessenen.
Erst im 19. Jahrhundert wurde Rembrandt neu entdeckt. Besonders Künstler der Moderne um 1900 – darunter van Gogh, Max Liebermann und Emil Nolde – sahen in ihm einen Seelenverwandten und ließen sich von seinem Werk inspirieren.
In diesem Seminar gehen wir der Frage nach, warum Rembrandt gerade für diese Künstler so bedeutsam wurde. Anhand ausgewählter Beispiele untersuchen wir, wie sein Einfluss in der modernen Kunst sichtbar wird – und diskutieren zugleich, ob diese begeisterte Sichtweise Rembrandt wirklich gerecht wird oder eher eine Projektion späterer Künstler darstellt.
Das Seminar richtet sich an alle Kunstinteressierten; Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
2120
Leitung: Dr. Elisabeth Hemfort
Termin: Dienstag, ab 15. September, 11:00-12:30 Uhr, 10 Termine
Ort: Willy-Brandt-Haus
Entgelt:75,00 €
Anmeldung bis zum 08. September