Beginn
Di., 09.06.2026,
19:30 Uhr - 21:00 Uhr Uhr
Lange galt die Vorstellung, indigene Hochkulturen habe es vor der Ankunft der Europäer nur in Süd- und Mittelamerika gegeben, während nördlich des Rio Grande lediglich nomadisierende Jäger- und Sammlerkulturen existierten. Seit den 1990er Jahren hat die Archäologie dieses Bild grundlegend revidiert. Im Südwesten der heutigen USA fanden sich Relikte fortgeschrittener Zivilisationen, eng verbunden mit Mesoamerika, und östlich des Mississippi entstand zwischen 1050 und 1250 die Stadt Cahokia, die eine politische, militärische und religiöse Hegemonie vom Mississippi bis zum Atlantik und von den Großen Seen bis zum Golf von Mexiko ausübte. Der Vortrag zeichnet Aufstieg und Fall dieser indianischen Großmacht vor Kolumbus nach.
Michael Hochgeschwender lehrt Nordamerikanische Kulturgeschichte, Empirische Kulturforschung und Kulturanthropologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Dieser Online-Vortrag ist Teil einer Kooperation mit dem digitalen Wissenschaftsprogramm "vhs.wissen live".
Entgelt: frei
Anmeldung bis zum 8. Juni