Anspruch auf heiligen Boden (Online-Vortrag)

Der Kurs ist abgeschlossen

Kursnr.
21A-1007D
Beginn
Mi., 28.04.2021,
19:30 - 21:00 Uhr
Dauer
1 x 2 UE
Gebühr
0,00 €
Auf dem Tempelberg stand einst der jüdische Tempel, der von Babyloniern und nach seiner Wiedererrichtung von den Römern zerstört wurde. Später errichteten dort die Muslime zwei Moscheen, der Ort wurde zum drittwichtigsten Heiligtum des Islam. Unter der islamischen Herrschaft war es den Juden - anders als in byzantinischer Zeit - erlaubt, an der Klagemauer zu beten. Um die damit verbundenen Auflagen entzündete sich in spätosmanischer Zeit ein Streit, der unter der britischen Mandatsherrschaft eskalierte. Schon damals kam es zu Gewalt von arabischer Seite, wo Mufti al-Husseni das Gerücht verbreitete, die Juden beabsichtigen, die Moscheen zu zerstören, um ihren Tempel wieder zu errichten. Für religiöse Juden war das Betreten des Tempelberg-Plateaus lange tabu. Nun aber pilgern sie in immer größerer Zahl auf den Berg und fordern, auf dem Moscheenareal beten und sogar eine Synagoge bauen zu dürfen. Die Palästinenser fühlen sich zunehmend provoziert, zumal die jüdischen Eiferer durch ranghohe rechtsgerichtete israelische Politiker unterstützt werden. Auf den palästinensischen Widerstand reagiert Israel mit immer rigiderer Kontrolle.

Joseph Croitoru, geboren 1960 in Haifa, ist Historiker und Journalist. Lange Autor der Feuilletons der FAZ und der NZZ mit den Schwerpunkten Nahost und Osteuropa, schreibt er nun u.a. für Spiegel, die Süddeutsche Zeitung der die taz.

Dieser Online-Vortrag ist Teil einer Kooperation mit dem digitalen Wissenschaftsprogramm 'vhs.wissen live'

Kursort

Online


Kurstermine

Anzahl: 1
Datum

28.04.2021

Uhrzeit

19:30 - 21:00 Uhr

Ort

Online