„Bis zu dem Tag, an dem die gerechtfertigten Ansprüche der Besatzungsbehörden erfüllt werden“ Die Besetzung Recklinghausens von 1923 bis 1925 Vortrag

Kursnr.
23A-1100
Beginn
Mi., 22.02.2023,
19:00 - 20:30 Uhr
Dauer
1 Termin
Gebühr
0,00 €
Die Weimar Republik war von Anfang an mit einem Geflecht gravierender Probleme konfrontiert. Die Erfüllung der vom Versailler Vertrag festgelegten Reparationsforderungen stellte die schwerste außenpolitische Belastung der deutschen Regierungen dar, die sich ab 1919 kontinuierlich bemühten, sie abzumildern und ihre Begleichung in die Länge zu ziehen. Die Besetzung des Ruhrgebietes durch die französische Armee gilt als Vergeltung für unzureichende Reparationsleistungen. Als größte und wirtschaftlich bedeutendste Stadt an der Nordgrenze des Reviers wurde auch Recklinghausen ab dem 15. Januar 1923 für 30 Monate besetzt. Bis zu 4.000 Soldaten wurden an verschiedenen Orten in Recklinghausen einquar­tiert; das Gymnasium Petrinum diente als Hauptquartier der französischen 47. Infanteriedivision.
Die zitierte Parole des örtlichen Kommandanten der Truppen, General Joseph Jean Baptiste Laignelot, zeugt von einer Hal­tung unnachgiebiger Konfrontation zwischen den Besatzungs­truppen und den Menschen in Recklinghausen. Allerdings finden sich in Archivquellen auch Beispiele von Anpassung, Annäherung und nachgiebigeren Verhaltensweisen. Der Vortrag beleuchtet die Kommunikation zwischen Besatzungs­macht und Bevölkerung und präsentiert Ergebnisse intensiver Forschungen aus einem Sonderaktenbestand des Stadtarchivs Recklinghausen.

Eine Veranstaltung des Instituts für Stadtgeschichte in Ko­operation mit der VHS.

Um Anmeldung wird gebeten.

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Kurstermine

Anzahl: 1
Datum

22.02.2023

Uhrzeit

19:00 - 20:30 Uhr

Ort

Institut für Stadtgeschichte