"Metamorphosen des Bösen." Deutsch-russische Feindbilder im 20. Jahrhundert

Kursnr.
22B-1014
Beginn
Di., 25.10.2022,
19:30 - 21:00 Uhr
Dauer
1 Termin
Gebühr
0,00 €
„Jeder Schuss – ein Russ‘, jeder Stoß – ein Franzos‘“. Im Gegensatz zu historischen Feindbildern zwischen heutigen EU-Partnern, sind Feindbilder zwischen Deutschland und Russland auf beunruhigende Weise stets virulent geblieben. Auf alten Schreckensvisionen von Hunnenstürmen und mordenden Kosaken aufbauend, haben antirussische Feindbilder eine lange Tradition. Stellte man gegenüber dem „Erzfeind Frankreich“ nie in Abrede, dass es sich hierbei um eine große Kulturnation handelte, so wurde (und wird erneut) die fundamentale Andersartigkeit Russlands gegenüber dem Westen und auch Deutschland hervorgehoben. So festigte das Anders-Sein Russlands auch das So-Seins des Westens. Und auch Russland schöpfte einen nicht unwesentlichen Teil seiner staatlichen und weltanschaulichen Identität aus jener Frontstellung gegenüber einem „verfaulenden Westen“, durch den es sich einerseits belagert sah, dem gegenüber es sich andererseits als Ort der „wahren Lehre“ inszenierte.

In dieser vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs hochaktuellen Vortragsveranstaltung werden sowohl traditionelle als auch aktuelle Feindbilder zwischen Russland und Deutschland thematisiert und in ihrer Herkunft, Zielsetzung und Wirksamkeit hinterfragt.

In Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit im Kreis Recklinghausen.

Anmeldung bis zum 24. Oktober.

Kursort

Gymnasium Petrinum
Herzogswall 29
45657 Recklinghausen

Kurstermine

Anzahl: 1
Datum

25.10.2022

Uhrzeit

19:30 - 21:00 Uhr

Ort

Herzogswall 29, Gymnasium Petrinum, Herzogswall 29